Gegenwind Hochbuehl Owingen Bodensee KulturO 50mm 1920

Eingriffe in die Natur – Was den Hochbühl erwartet

Mit dieser Bildersammlung zeigen wir die realen Folgen des Baus von Windkraftanlagen im Wald – nicht als theoretische Skizze, sondern anhand konkreter Baustellen im südlichen Baden‑Württemberg. Die Fotos stammen aus bestehenden und im Bau befindlichen Windparks unserer Region und machen sichtbar, welche massiven Veränderungen auch dem Hochbühl drohen.

Der Bau einer Windkraftanlage im Wald beschränkt sich nicht auf einen „Mast im Grünen“. Jede Anlage erfordert breite, ganzjährig befahrbare Zufahrtsstraßen für Schwertransporte, großflächige Kranstellflächen und Lagerplätze, umfangreiche Rodungen sowie große Fundamentgruben aus Beton und Stahl. Hinzu kommen Leitungstrassen, Kabelgräben und Einspeisepunkte, die den Wald durchschneiden und bislang unberührte Bereiche dauerhaft verändern.

Unsere Fotos dokumentieren unter anderem: 

  • gerodete Schneisen und verbreiterte Forstwege für Schwerlastverkehr,
  • Kran- und Montageflächen mit starker Versiegelung,
  • ausgehobene Fundamentgruben mit tiefgreifenden Bodenbewegungen,
  • Rodungen und Leitungsbauarbeiten in ehemals geschlossenen Waldbereichen.

 Die Beispiele stammen aus vergleichbaren Landschafts- und Waldstrukturen wie am Hochbühl. Sie zeigen, dass der Eingriff nicht nur während der Bauphase wirkt, sondern Waldökosysteme, Wasserhaushalt, Tierwelt und Landschaftsbild über Jahrzehnte verändert. Zur Orientierung haben wir die wichtigsten Baustellen, aus denen die Fotos stammen, mit ihrer Entfernung zu Owingen (Luftlinie, gerundet) aufgeführt:

Baustelle / Windpark Region / Gemeinde Entfernung zu Owingen
Hoßkirch Raum Ostrach 35–40 km
Altdorfer Wald Landkreis Ravensburg 40–45 km
Länge Raum Hüfingen 75–80 km
Brand / Hegaublick Hegau 30–35 km
Röschenwald / Kißlegg Landkreis Ravensburg 45–50 km

Hoßkirch (Ostrach)

Altdorfer Wald (Ravensburg)

Länge (Hüfingen)

Brand (Hegaublick)

Röschenwald (Kißlegg)

Die gezeigten Szenen sind Beispiele dafür, welche Eingriffe auch auf dem Hochbühl nötig wären, falls die dort geplanten Anlagen verwirklicht werden. Unsere Absicht ist es, Bürgerinnen und Bürgern eine anschauliche Grundlage für die eigene Meinungsbildung zu geben – damit klar wird, dass es nicht nur um sichtbare Rotoren am Horizont geht, sondern um tiefgehende Veränderungen eines wertvollen Waldgebietes direkt vor unserer Haustür.

Der Hochbühl ist für viele Menschen aus Owingen und der Umgebung ein Stück Heimat und wichtiger Erholungsraum, in dem man zur Ruhe kommen und Natur erleben kann. Gleichzeitig ist der Wald Lebensraum zahlreicher, teils streng geschützter Arten – insbesondere verschiedener Fledermäuse, die auf ungestörte Flugkorridore und alte Baumhöhlen angewiesen sind. Eingriffe in Boden und Wasserhaushalt können zudem die Funktion des Gebietes als natürlicher Wasserspeicher schwächen und sich langfristig negativ auf den Trinkwasserschutz auswirken. Mit dieser Bildersammlung möchten wir sichtbar machen, was auf dem Spiel steht, wenn ein solches Waldgebiet in eine technische Infrastrukturzone umgewandelt wird.

Bildmaterial vorhanden?

Falls Ihr passendes Bildmaterial habt, um unsere Sammlung zu ergänzen, sendet es uns sehr gerne zu:
kontakt@gegenwind-hochbuehl.com «Eingriffe in die Natur»